Erkundung des Leh-Palastes. Dieser wurde im 17. Jahrhundert von den buddhistischen Koenigen von Ladakh errichtet. Er sieht dem Potala-Palast in Tibet recht aehnlich.
Nach kurzer Zeit ueberholt mich eine englische Reisegruppe inclusive Guide und ich hefte mich an deren Fersen. Ohne Erklaerung erschliesst sich hier nicht alles von selbst, daher bin ich dankbar fuer die Erlaeuterungen.
Der Guide spricht verstaendliches Englisch und ist ueber das heiratsfaehige Alter hinaus. Ich frage ihn nach seiner Reiseagentur und wir verabreden uns fuer den Abend.
Vom Leh-Palast gehts weiter zur Namgyal-Tsemo-Gompa und von dort zur Shanti-Stupa. Da mich keiner der Herde verweist, folge ich mehr oder minder unauffaellig.
Am Strassenrand steht ein Schaf und nebendran ploetzlich ein kleiner Bulli. Bevor ich die Situation so ganz erfassen kann, oeffnet sich die Autotuer und das Schaf verschwindet im Inneren des Wagens.
Hab nicht mal gesehen, dass es den Daumen gehoben haette oder durch andere Art und Weise eine Mitfahrgelegenheit angefordert haette. Bin mir sicher bin, dass Schafe, mangels Daumen, eine subtilere Art des Autostopps gefunden haben. Dennoch ist mir die Situation unheimlich und ich laufe bloekend zur Herde zurueck!
Am Abend treffe ich mich mit Tsewang, dem Guide. Er ist noch bis Donnerstag mit den englischen Touristen beschaeftigt. Danach werden wir zusammen eine Tour ueber die Bergdoerfer machen. Uebernachtet wird in Homestays, d. h. in den Familien. Fuer drei Tage werde wir trekken gehen, weiss daher dass ein Esel pro Tag 200 INR kostet. Die Signal-Iduna laesst sich das mehr kosten
.
Wenn alles plangemaess laeuft, bin ich von Freitag bis Donnerstag unterwegs. Am Freitag (10.09.) fliege ich morgens zurueck nach Delhi und Abends ueber Dubai zurueck nach Deutschland.
Die Internetverbindung ist hier extrem langsam und stuerzt auch oefter mal ab.
Telefonkarten kann man hier als Tourist, aufgrund der politischen Situation in Jammu & Kaschmir, so gut wie gar nicht erwerben. Jedes Jahr passend zum Sommerbeginn, erwachen die Terroristen aus Ihrem Winterschlaf und werden ein wenig aktiv. Bevor Schnee und Eis die kleinen Unruheherde und den Zugang zu den Orten wieder einfrieren. Hier in Ladakh bekommt man davon nichts mit. Ladakh ist jedoch ein Teil von Jammu & Kaschmir.
Leh leidet immer noch unter den Folgen der Springflut. Jedoch hauptsaechlich, weil seit dem kaum noch Touristen her finden.
Hi Steffi,
deine Berichte sind echt super spannend und erlebnisreich.
Mich hat es nach 1 Woche Delhi nach Rajasthan verschlagen. Meine Nichte ist seit 6 Tagen mit im Reisegepaeck und so koennen wir zu zweit auf Erkundungstour gehen.
In Delhi sind wir gleich am 2. Abend nach Ihrer Ankunft in ein 5/Sterne/Hotel an die Bar eingeladen worden. Das war vielleicht ein Kontrast zu den einfachen Unterkuenften, die ich bisher hatte. Hier in Jaipur der rosaroten Stadt haben wir auch ein super tolles Zimmer fuer nur 600 R gefunden. Morgen gehts nach 3 Tagen weiter.
Wie war dein Treck ? Ich hoffe du hast alles gut ueberstanden und einem gesunden Rueckflug steht nichts mehr im Weg.
Alles Liebe
Edith
Von: Edith am September 7, 2010
um 3:13 pm
Hey Edith,
bin seit gestern wieder im modernen Teil von Ladakh (Leh). Schoen dass es Euch gefaellt, auch wenn ich Euer rumlungern in Bars wirklich nicht gutheissen kann
Mein Trekk war ja gar kein richtiger, da wir maximal 4 Stunden taeglich unterwegs waren. Schoen wars trotzdem.
Wuerd mich freuen, wenn Du mich per Mail auf dem laufenden haeltst. Muss jetzt los. Um eins gibts nen Film um Women Alliance Centre. Bis die Tage.
Von: steffi611 am September 9, 2010
um 7:02 am