Ich werde wach, da mein Gastgeber mantramurmelnd vor meinem Fenster die Kuehe fuettert. In der Kueche gibt es bereits Tee mit Keksen. Mit den Keksen wird die Zeit zum Fruehstueck ueberbrueckt (frische Chapati mit den Resten von gestern, immer noch sau-lecker!).
Heute gehts weiter nach Hemis Shukpachan. Stanzen und ich laufen, Namjell und unser Gepaeck fahren voraus.
In Hemis Shukpachan wohnt Stanzens Tante. Dort werden wir unterkommen. Der einzige Laden im Ort hat geschlossen, alle sind mit der Einfuhr des Getreide beschaeftigt. Wir finden die Verwandtschaft auf dem Feld und versammeln uns zu Tee und Keksen. Danach geht es wieder an die Arbeit. Zumindest fuer einige von uns. Stanzen hilft der Verwandtschaft. Ich singe dem Esel ein Lied, kraule ihm die Ohren, fuehre die Kuh zum Wasser und versorge das Kaelbchen im Stall.
Im Ort gibt es zwei Kloester. Auch hier sind die Tore derzeit verschlossen, da alle mit der Ernte beschaeftigt sind.
Stelle fest, dass die sanitaeren Einrichtungen mit denen in Yangthang uebereinstimmen. Scheine an eine Homestay-Franchisekette geraten zu sein. Statt eines Telefons gibt es jedoch diesmal einen Fernseher. Waehrend des Essens gibt es daher Bilder aus dem Leben von Sonia Gandhi, die soeben zum vierten mal zur Chefin der Kongress-Partei gewaehlt wurde.