Fruehstueckszeit und wieder mal Tee und Kekse. Wie zwischen jeder Hauptmahlzeit.
Stanzen schnippelt Gemuese, Mutti macht Chapati. Diskussionsthema. Wie kommen wir an ein Yak fuer die arme besessene Frau.
Heute ist Tag des Lehrers.
Dieser Tag wurde 1994 von der UNESCO eingeführt; er wird in über 100 Ländern, zu unterschiedlichen Daten gefeiert. Die Lehrer erhalten kleine Geschenke und der Bildungsminister schwingt Reden ans Volk. Da heute Sonntag ist, wird die Schenkerei auf morgen vertagt.
Stanzen und ich gehen wieder wandern. Unsere eigentliche Route ist derzeit nicht moeglich, da die Bruecke ueber den Domkhar weggeschwemmt wurde.
Unterwegs treffen wir auf die uebliche Verwandtschaft und nehmen gefuehlte 32 Mahlzeiten inclusive dem dazugehoerigen Tee zu uns.
Auf dem Rueckweg begleitet uns der Cousin, der ebenfalls Lehrer ist. Ein guter Touristguide sorgt halt immer fuer den passenden Gespraechspartner zum Themen-Tag.
Der Cousin unterrichtet an der Mittelschule im naechsten Dorf. 17 Schueler nehmen dort am Unterricht teil. Seit 2009 gilt auch hier die Schulpflicht. Fuer Kinder von 6 – 14 Jahren muss kostenloser Unterricht garantiert werden. Die Schulen befinden sich jedoch teilweise in einem katastrophalen Zustand. Vor Sportveranstaltungen findet daher eine lange Ehrenzeremonie fuer die privaten Spender statt, so dass der eigentliche Sport fast in den Hintergrund tritt. So habe ich es zumindest empfunden.
Laut dem Cousin scheint die Schulpflicht in diesem Ort zu greifen. Die Quote der nicht am Unterricht teilnehmenden Kinder, sei sehr gering.
Allerdings ist ist der Arbeitslosenquote dafuer um so hoeher. Sie liegt bei ca 18 %.